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Mazedonien

Mazedonien

Geschichte

Mazedonien hat eine reiche Weingeschichte. Schon während der Regierungszeit von Philipp II. und Alexander dem Großen waren Mitglieder der mazedonischen Königsdynastie als große Weinliebhaber bekannt. Diese Tradition geht auf die Zeit des Römischen Reiches zurück, als Mazedonien eine der wichtigsten Weinregionen des Reiches war. Die große Bedeutung des Weins blieb auch während der Ausbreitung des Christentums erhalten, da Wein Teil fast aller orthodoxen christlichen Zeremonien, die in Kirchen abgehalten werden, war. Ein solches Beispiel ist die Hochzeitszeremonie, bei der Braut und Bräutigam Wein und Brot geschenkt werden.

Alle diese Zeremonien sind bis heute präsent und erweitern somit die Tradition der Bedeutung von Wein. Historische Fakten legen nahe, dass der Wein auch während der Regierungszeit von Zar Samuel, dem Mittelalter und dem Ende der türkischen Herrschaft in Mazedonien eine wichtige Rolle spielte. Zahlreiche archäologische Entdeckungen haben gezeigt, dass die Affinität zum Weinbau und zur Weinproduktion einer der wichtigsten Faktoren in der Geschichte Mazedoniens ist.

Weinbau in Mazedonien

Die Republik Nordmazedonien liegt im südlichen Teil des Balkans. Die günstige Lage, die Seehöhe von 380 Metern, die 210 Sonnentage im Jahr und die Durchschnittstemperatur von 22 Grad sind nur einige Vorteile für den Weinbau. Heute hat Mazedonien 24.000 ha Rebfläche, auf denen erhebliche Weinmengen erzeugt werden. Die intensiven Aromen der mazedonischen Weine sind das Ergebnis des mediterranen und kontinentalen Klimas mit warmen Sommertagen und kühleren Nächten. Der verlängerte Reifungsprozess sorgt für die satten Farben und komplexen Aromen des Weins. Mazedonien hat Weinberge mit den berühmten modernen französischen Rebsorten, aber auch Weinberge mit einheimischen Rebsorten wie Vranec, Zilavka, Temjanika und Stanushina Rosé. Der mazedonische Weinbau verfügt über ein reichhaltiges und vielfältiges Potenzial, das gerade erst ausgeschöpft wird, obwohl das Land eine so lange und bedeutende Weinproduktionsgeschichte hat.

Weinregionen

Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien gilt gemäß den klimatischen Merkmalen und der Klassifizierung der EU als III-C-b-Weinbauzone und hat die für diese Zone geltenden önologischen Vorschriften erlassen. Das Hauptmerkmal dieser Zone ist, dass die Weine möglicherweise eine Versauerung aufweisen, jedoch keine Anreicherung, was der Gesetzgebung und der gegenwärtigen Praxis der Weinerzeugung im Land entspricht.

Es gibt eine Weingegend in Mazedonien, die sich geografisch in drei Regionen unterteilen lässt:

  • Vardar-Tal in der Zentralregion (ehemalige Povardarie-Weinregion) – macht etwa 83% der Gesamtproduktion aus
  • Westliche Region (ehemalige Rebregion Pelagonia-Polog) – deckt 13% der Produktion ab
  • Östliche Region (ehemaliges Weingebiet Pcinj-Osogovo) – macht etwa 4% der Gesamtproduktion aus

Diese drei Regionen sind in 16 Unterregionen (Weingüter) unterteilt, die sich durch unterschiedliche Produktionsbedingungen und unterschiedliche Produktionsintensitäten auszeichnen. Die größte Produktion von Weintrauben und Wein findet in der Region Tikves statt. Tikves umfasst alle für den Weinanbau geeigneten Gebiete in den Gemeinden Kavadarci, Negotino und Demir Kapija sowie in Teilen der Gemeinden Prilep und Veles. Die klimatischen Bedingungen in der Region ermöglichen den erfolgreichen Anbau verschiedener Rebsorten in allen Reifephasen.

Die wichtigsten in der Region angebauten Sorten sind Roter Vranec, Merlot, Cabernet Sauvignon, Spätburgunder, Kadarca, Weißer Chardonnay, Bellan, Muskateller, Riesling, Sauvignon Blanc, Semilon, Smederevka, Racketselli, Muskateller Otonel und Stemelka Otonel.

Weingüter

Die Weinproduktion in Mazedonien erfolgt in 80 offiziell registrierten Weingütern mit einer Gesamtkapazität von 2.222.647 hl. Die Weinkellereien verarbeiten etwa 65% der gesamten Weintrauben, während die Winzer etwa 35% direkt für den Eigenverbrauch verarbeiten. Alle Weingüter in Mazedonien sind heute privatisiert. Die neuen Eigentümer investierten in die Aufrüstung von Anlagen, den Wiederaufbau von Weingütern und die Entwicklung der Humanressourcen, als die mazedonische Weinindustrie von der Massenproduktion zur Produktion von Flaschenwein überging.

Diese Investitionen verbesserten die Qualität des Weins. Bemerkenswert ist auch der Übergang zu modernen Etiketten und Verpackungen mit gut gestalteten Werbekampagnen. Einhergehend mit der globalen Veränderung des Geschmacks der Verbraucher versucht Mazedonien, mit aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten und die Rebsorten entsprechend anzupassen. Der wichtigste Markt für mazedonischen Wein ist sicherlich die Europäische Union. Die größten Märkte sind Deutschland, Serbien und Kroatien. Die Exportstrategie zielt weiterhin auf die Nachbarn und die Märkte der EU ab.